Fundtiere
Hier finden Sie Informationen, was zu tun ist, wenn Ihnen ein Tier zuläuft, Sie ein hilfloses Tier finden oder wenn Ihnen Ihr Haustier entlaufen ist. (Zusätzliche Informationen als Checkliste entnehmen Sie bitte der Seite "Zugelaufen" und "Entlaufen")

Außerdem möchten wir Ihnen mitteilen, was wir derzeit als Fundtier versorgen und welches zur Vermittlung frei ist:
Zuvor sollen Sie wissen, daß alle bei uns aufgenommenen Tiere unverzüglich einem Tierarzt/-ärztin vorgestellt werden, damit wir u.a. über den Gesundheitszustand des Tieres informiert sind.


An einem Sonntag im August teilte eine Familie aus Wolfsburg telefonisch unserer 1. Vorsitzenden mit, daß sie beim Spaziergang in der Planckstraße in Wolfsburg ein kleines Kaninchen auf dem Rasen gefunden haben. Da es offensichtlich kein Wildkaninchen und zudem noch sehr zutraulich war, nahmen sie es an sich, um es ins Tierheim zu bringen. Dort konnten sie niemanden erreichen und brachten absprachegemäß den kleinen Gesellen in die noch im Bau befindliche Auffangstation des Tierschutzes nach Brome. Dort befindet sich das kleine hellbraune Kaninchen. Es hat vier weiße Pfoten, einen weißen Latz und Hängeohren. Wer Hinweise auf die Besitzer dieses Kaninchen geben kann wird gebeten, sich mit uns in Verbindung zu setzen (Tel.: 0172-433 733 5 oder per e-mail).

Am Mittwoch, d. 17.08.2011/17.00 Uhr, erhielt unsere 1.Vorsitzende einen Anruf mit dem Hinweis, dass zwei Babykatzen in einem Kellerschacht auf sich aufmerksam machten, indem sie erbärmlich schrien. Der Hinweis "Tierheim" war bereits abgeklärt, da telefonisch niemand erreichbar war. Zweiter Hinweis "Feuerwehr", da es sich offenbar um hilflose und dringend zu versorgende Katzen handelte, hatte sich auch erledigt, da man hoffte, dass die Mutter sich noch einfinden würde. Zwischenzeitlich war es 19.00 Uhr geworden und eine offizielle Aufnahmestelle aussichtslos.
Bei Eintreffen in Wolfsburg, Krähenhoop 20, hörte Bärbel Gädke schon von weitem jämmerliches Schreien. Dem Ruf nachgegangen, fand sie in dem ca. 70 cm tiefen Kellerschacht zwei kleine zusammengekrümmte Katzen, die die Augen noch geschlossen hatten. Es war sehr einfach in den Schacht mit dem bloßen Arm zu greifen. Dann stellte sich heraus, daß die beiden Katzen  stark unterkühlt waren. Die Nabelschnur hing in ca. 3 cm Länge aus dem jeweiligen Bauch heraus. Am Ende war ein dünner Faden befestigt. Das Fell war teilweise mit Fliegeneiern bedeckt, wie sich später feststellen ließ, hatten beide bereits die üblichen Darmwürmer. Nur sofortige Wärme und Versorgung boten den Beiden eine Chance zum Überleben.
An dieser Stelle DANKE an Frau Dr. SCHÜLER, die fernmündlich erreichbar war und unverzüglich in ihre Praxis zurückfuhr, um sich der kleinen Katzen anzunehmen. Nach einer entsprechenden Untersuchung und medizinischen Versorgung konnten beide mit nach Haus genommen werden.

Wir beabsichtigen, weitere Tierschutzfälle an dieser Stelle zu veröffentlichen.
Z.B. haben wir noch einen aus Weyhausen. Dort befreiten wir, ebenfalls Anfang August, eine Mutterkatze mit zwei Kleinen aus einem völlig verdreckten und verkoteten, ohne Wasser und geeigneter Nahrung, Kaninchenstall. Die Tiere hatten kein Wasser und im Futternapf erkannte man noch vergammelte angetrocknete Kartoffelreste.
Auch diesen drei Katzen geht es zwischenzeitlich, nach mehrfachem Besuch bei unserer Tierärztin, gut und sie können vermittelt werden. Die Mutter wie die Kinder sind zwischenzeitlich kastriert, allerdings immer noch sehr scheu.



Wir bleiben am Ball und berichten weiter!

Sie sollten wissen, daß jede Kommune/Verwaltung gesetzlich verpflichtet ist, einen Ort einzurichten, an dem Haustiere, die entlaufen oder anderweitig dem Eigentümer abhanden gekommen sind, aufgenommen werden können. In Wolfsburg ist dies das TierHEIM in Sülfeld, welches letztlich von Steuergeldern nicht nur gebaut, sondern auch monatlich mit einem großzügigen Betrag unterstützt bzw. finanziert wird. Die dort tätigen Mitarbeiter sind ausnahmslos vertraglich gegen entsprechenden Lohn/Gehalt dort beschäftigt.

Im Gegensatz dazu sind wir vom TierSCHUTZ ausnahmslos ehrenamtlich und ohne finanzielle Unterstützung seitens einer Kommune aktiv. Zwischenzeitlich arbeiten wir an einer Auffangstation, um Fundtiere bzw. in wirkliche Not geratene Tiere aufzunehmen. Wir wollen und werden uns weiterhin bemühen,  im Einzelfall dem Mensch und Tier zu helfen. Leider müssen wir uns hinsichtlich der Aufnahme/Abgabe von Tieren entsprechend den Gegebenheiten auf Einzelfälle beschränken. Diese Tiere werden z.Z. auch noch bei "Privatleuten" untergebracht und betreut und es wird ihnen ohne Erstattung von anfallenden Kosten geholfen. Besondere Aufmerksamkeit erhält dabei die medizinische Versorgung, die ebenfalls von uns ermöglicht wird.

In jedem Fall sollten Sie fernmündlich sowohl das TierHEIM (Sülfeld 05362-51063) als auch den TierSCHUTZ (Geschäftsstelle Brome 05833-955509 und 0172-4337335) über Ihren Fund informieren. Dies ist deshalb empfehlenswert, da ja auch die Eigentümer der entlaufenen Tiere sich an diese beiden - unabhängig voneinander agierenden - Organisationen wenden. So kann mitunter das Tier schneller seinem Eigentümer übergeben und Kosten verhindert werden.

Auch wenn wir mit dem TierHEIM in Sülfeld nichts zu tun haben, empfehlen wir im Interesse der Tiere (vor Verbringen in das TierHEIM) folgende Überprüfung:

Je nach Fundort sollte man sich vergewissern, ob das Tier möglicherweise aus der Nachbarschaft stammt oder einem Spaziergänger weggelaufen ist.

Wichtig ist natürlich, daß man das Tier festhält, um sich nicht nur einen Überblick zu verschaffen, sondern auch zu verhindern, daß das Tier möglicherweise durch eine befahrene Straße oder durch orientierungsloses Herumstreunen sich selbst oder andere gefährdet.

Wenn festgestellt wird, daß keine Person in der Nähe ist, die dem Tier zugeordnet und übergeben werden kann, gibt es folgende weitere Möglichkeiten:

Sollte augenscheinlich ein Tier verletzt sein, muß in jedem Fall besonders darauf geachtet werden, daß Sie sich nicht selbst in Gefahr bringen. Deshalb gilt sich dem Tier vorsichtig zu nähern und ruckhafte Bewegungen zu vermeiden, da diese auf das Tier bedrohlich wirken könnten.

Bei einem verletztem Tier (z.B. Hund oder Katze), das von Ihnen nicht selbst einem Tierarzt zugeführt werden kann, sollten Sie die Feuerwehr (nur im Raum Wolfsburg) unter der Tel.-Nr. 05361-8440 kontaktieren. (Im Rahmen ihrer Möglichkeit wird sie sich um das Tier kümmern.)
Die Polizei können Sie auch unter der Tel.-Nr 05361-46460 informieren, allerdings ist sie nicht befugt, Tiere zu transportieren. Bei einem Verkehrsunfall an dem Tiere beteiligt sind, sollten Sie natürlich die Polizei in Kenntnis setzen.

Vorstehendes kann nur ein kleiner Überblick sein, was zu tun ist bei einem Fundtier. Sicherlich wird es in bestimmten Situationen erforderlich sein, auf den vorliegenden Einzelfall entsprechend speziell zu reagieren.

So versuchen wir vom Tierschutz es Ihnen zu ermöglichen, im Bedarfsfall auch uns unter der Handy-Nr. 0172-4337335, zu erreichen.
Sollten es passieren, daß Sie keinen Kontakt zu uns herstellen können, mag es daran liegen, daß wir (aufgrund unserer Ehrenamtstätigkeit) entweder unserer entgeltlichen Beschäftigung nachgehen oder tatsächlich verhindert sind, Telefonate anzunehmen. Versuchen Sie es deshalb einfach zu einem späteren Zeitpunkt oder schicken Sie uns eine sms. Wir versuchen so schnell wie möglich zu reagieren und Ihrem Anliegen zu entsprechen.
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